Schulsozialarbeit in Adliswil

Das Gemeindeparlament hat mit knapper Mehrheit beschlossen, den Sozialdienst der Schule nicht weiter auszubauen, d.h. keine weiteren Stellen zu bewilligen. Die Schule muss vorläufig auskommen mit dem, was sie hat. Dieser Entscheid ist unklug. Wem nützt er? Höchstens dem Steuerzahler, aber nur vordergründig. Man beklagt die Zustände in den Schulhäusern und auf den Pausenplätzen aufgrund schlecht oder gar nicht erzogener Schüler. Schuld daran ist sicher nicht die Schule. Wenn nun die Schule alles daran setzen will, dagegen anzugehen diese Zustände zu verbessern, so darf man ihr nicht die Mittel dazu vorenthalten. Wenn zuviel Effort der Lehrerschaft drauf geht, um soziale Probleme zu lösen, dann ist das zu Ungunsten der interessierten und lernwilligen Kinder, die den Schulalltag nicht behindern.

Privatschulen haben grossen Zulauf wie noch nie, das muss nachdenklich stimmen.
Die Zahl der Aussteiger und Burn-out-Opfer unter den Lehrkräften ist ansteigend. Die Schule ist von der Gesetzgebung her schon überbelastet. Adliswil ist bislang noch von einem grösseren Eclat verschont geblieben. Das Parlament ist gut beraten, sich zusammenzuraufen, um mit der Schule eine wirksame Lösung zu suchen. Die Kosten müssen in dieser dringenden Angelegenheit zweitrangig bleiben.

Theo Meier
Präsident EVP

 

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